Neuer Trailer!

Nach Corona konnte ich dieses Jahr endlich mal wieder auf Tour gehen.

5-6 Wochen hatte ich mir Zeit genommen und diese auch fast ausgenutzt.

7000 km durch sehr viel Landschaft, Straßen, die abseits der Hauptstraßen oftmals nur Schotter- bzw. Waschbrettpisten waren - aber auch die Hauptstädte Tallin, Riga und Vilnius habe ich besucht.

2800 Fotos habe ich gemacht, die es nun zu sortieren gilt.

Vorab habe ich für Euch schon mal eine kurze Zusammenstellung in Form eines neuen Trailers erstellt.

Viel Spaß dabei

spontane Aktion!

Nach den Ereignissen der letzten 13 Tage konnte ich nicht einfach in meinen Alltag weitermachen.

Spontan habe ich am 28.02.2022 meinen Haushalt durchforstet, nach Dingen, die die Flüchtlinge brauchen könnten und die ich vielleicht zu viel habe.

Außerdem habe ich Lebensmittel, Hygieneartikel und Tierfutter eingekauft und zu Sammelstellen nach Viechtach und Bad Kötzting gebracht.

Von meiner Schwiegertochter bekam ich dann einen Link zu einer Gruppe aus dem Raum Cham/Bad Kötzting, die am Wochenende an die polnische Grenze fahren und Fahrer suchen.

Dort habe ich mich gleich gemeldet und am 02.03. war klar, dass ich dabei bin.

Mit 20 Fahrzeugen aus München, Tirschenreuth und Bad Kötzting, die am 04.03. in Bad Kötzting beladen worden sind ging es dann am 05.03. los. Die LKW und die Fahrzeuge mit Anhänger sind um 3:00 Uhr gestartet, die anderen um 7:00 Uhr.

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Kurz vor der tschechischen Grenze haben wir noch ein weiteres Fahrzeug in unsere Gruppe aufgenommen.

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Die Route führte über Pilzen, Prag, Brünn, Ostrau nach Polen. Weitere Wegpunkte waren Katowitz, Krakau nach Korczowa. Durch die unterschiedlichen Fahrzeugtypen und deren Tempo löste sich der Konvoi auf.

     

Während der Fahrt wurde eine Transportmöglichkeit für eine Mutter mit Kind von Krakau nach Deutschland gesucht. Da wir zwei Sitzplätze zur Verfügung hatten, erklärten wir dies übernehmen zu können.

 

Unterwegs erhielten wir die Anweisung, nicht zum ursprünglich vereinbarten Treffpunkt zu fahren. Neues Ziel war das 94 km entferntere Bamal Polska.

Die Abholung durch Ukrainer wurde leider nicht genehmigt. Es musste durch die Einsatzleitung kurzfristig einen neuen Sammelplatz für die Hilfslieferung gefunden werden. Da einige Fahrzeuge umgehend nach Deutschland zurückmussten, wurden die Güter teilweise im Freien auf einem Platz ausgeladen.

Gegen 21 Uhr erreichten wir diesen Sammelplatz.

 

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Diejenigen von uns, die nicht sofort die Rückfahrt antreten mussten, haben auf das Abladen verzichtet. Diese sind in das von der Leitung organisierte Hotel ins 50 km entfernte Jgiellonski Hotel in Sanok gefahren, um dort zu übernachten.

Während wir zur Ruhe kamen, haben sich Jana und Chris vor Ort bis spät in die Nacht um Alternativen zur Umladung mit Erfolg bemüht.

 06.03.22 

Treffpunt 9:00 Uhr am Sammelpunkt. So sah es bei Tageslicht aus.

 

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Am Sammelpunkt kam ein polnischer Unterstützer, der uns zu einem Lagerraum brachte. Hier gab es ein geeignetes Zwischenlager. Mit vereinten Kräften durch Bildung einer Menschenkette wurden die Fahrzeuge schnell ausgeladen.

 

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Vor Ort wurde uns ein Kontrast vor Augen geführt. Während Menschen ihre Heimat verlieren, genießen andere ihre Freizeit. Das macht nachdenklich.  Diese Aktion hat gezeigt, dass sich die Menschen verstehen. Menschen verschiedener Nationen, Tschechen, Polen, Briten, Schweizer, Ukrainer, Russen und Deutsche halfen gegenseitig Hand in Hand, um zu helfen, zu unterstützen. Unheil über alle bringen nur ein paar wenige machtbesessene Tyrannen.  Leider werden diese in den Geschichtsbüchern besonders hervorgehoben und als große Menschen dargestellt.

  

Nach dem Abladen und Tanken machten wir uns auf den Rückweg, um unsere Passagiere in Krakau aufnehmen zu können.

Der Zustand der Straßen, sowie der Verkehr ließen uns nicht so schnell vorwärtskommen, wie wir gehofft hatten.

Parken vor dem Hotel war nicht möglich. Armin stieg aus, und holte Mutter und Tochter aus dem Hotel. Währenddessen fuhr Steffi zweimal um den Block. Dann wartete sie mit Warnblinkanlage zwischen Gehsteig und Straßenbahnschienen vor dem Hotel. Nachdem alle an Bord waren, fuhren wir aus der Stadt.

Bei Kattowitz wurde eine Pause eingelegt. Es wurde getankt und gegessen.

Auf den Weg nach Cham, wurde angefragt, ob wir die Beiden nach Tirschenreuth möglich ist. Dort könnten die beiden von ihren Bekannten abgeholt werden. So fuhren wir nach Tirschenreuth. 

In Tschechien setzte Schneefall ein. Unsere Schützlinge verschliefen zwei Fahrerwechsel und erwachten kurz vor Ankunft in Tirschenreuth.

Dort konnten die Abholer unsere beiden Gäste kurz nach Mitternacht in die Arme nehmen.

 

 Für viele andere ist die Flucht noch lange nicht zu Ende und sobald ich es ermöglichen kann, bin ich wieder dabei!

 

25.05.2021

Nachdem der Stress des letzten Jahres nun vorbei ist, ich zweimal geimpft bin und langsam auch das Wetter mitspielt, zieht es mich mit aller Kraft nach draußen.

Momentan bleibt es zwar noch bei Spaziergängen, aber dabei mache ich meine Planungen für die ersten Touren.

Im Juni geht es erst einmal Richtung Lausitzer Seenland.

Die weitere Planung hängt davon ab, wie die Grenzen geöffnet werden.

Hier ein paar Eindrücke vom Echinger Stausee bei Landshut:

Winterspaziergang

Ein Winterspaziergang im Januar, leichtes Schneegrieseln, glitzernde Flöckchen flirren durch die Luft und der Pulverschnee knirscht unter den Schuhen.

Die Äste der Bäume ächzen unter der Schneelast, die wie üppiger Zuckerguss über die Landschaft gegossen zu sein scheint.

Die Fußspuren vom Vortag sind komplett zugeweht. Aber ich erkenne im frischen Schnee Abdrücke von einem Reh.

Die braune Gestalt vorne am Wegrand sehe ich nur kurz aus den Augenwinkeln - bin mir unsicher, ob ich sie tatsächlich gesehen oder mir das nur eingebildet habe.

Es ist still, fast unheimlich still und die Farben beschränken sich auf das Spektrum weiß, grau, braungrau und dunkelgrau.

Bei jedem Schritt versinke ich bis über den Knöchel im Schnee, rutsche an manchen Stellen seitlich noch tiefer ein. Es ist anstrengend, aber wunderschön!

Hier ein paar Eindrücke der letzten Tage.

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Das war 2020 Teil 2

Nun geht es weiter:

 

So schön Thüringen auch war, wir mussten die Tour leider abbrechen, da sich mein Vater auf den Weg über die Regenbogenbrücke gemacht hat. 

Für mich gab es erst einmal sehr viel zu tun - an Urlaub war nicht mehr zu denken.

Ausgleich fand ich in diesen Wochen bei vielen Spaziergängen und Wanderungen im Bayerischen Wald.

Am 06.09. waren wir in Rabenstein, 

Rabenstein ist ein Ortsteil der Stadt Zwiesel und liegt etwa drei Kilometer nordwestlich am Fuße des Hennenkobels.

In Rabenstein soll der sagenumwobene Waldprophet Mühlhiasl als Viehhirt gelebt haben. Wenn es sich bei Mühlhiasl um eine Konstruktion aus zwei verschiedenen Personen handeln sollte, war er der „Waldprophet“ Stormberger.

In der Nähe von Rabenstein befindet sich der abgegangene Weiler Ableg, den bis Mitte der 1960er Jahre zunächst Glasmacher und Aschenbrenner, später Holzhauer bewohnten.

Inzwischen weist nur noch eine Tafel auf die verschwundenen Häuser hin.

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Am 07. und 08.09. haben wir den großen Falkenstein erneut in Angriff genommen, diesmal über eine andere Route mit Anfahrt zu einem der Wanderparkplätze und Übernachtung oben auf der Hütte. Dieser Weg war deutlich einfacher. Ich war stolz und glücklich über meine erste "Bergbesteigung" - auch wenn es für viele nur eine nette kleine Wanderung ist - für mich war es etwas Besonderes, am Gipfel zu stehen!

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Am 11.09. machten wir uns auf die Suche nach dem verlassenen Dorf Leopoldsreut.

Leopoldsreut oder „Sandhäuser“ ist ein auf 1110 m gelegenes und seit 1963 verlassenes Dorf in der Gemeinde Haidmühle im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau.

Aufgrund des beschwerlichen Lebens, im Winter war der Ort teils Wochen oder Monate vom fünf Kilometer entfernten Bischofsreut abgeschnitten – zogen um 1859 die ersten Familien vom Ort weg.

Ein Volksspruch lautete: „In Sandhaiser hat’s a dreiviertel Joar Winter und a viertel Joar is’s koid“

Dies war der Beginn des langsamen Sterbens des Ortes, der 1889 noch 152 Einwohner zählte. Besitzer und Mieter der Anwesen wechselten von nun an in rascher Folge. Die Schule wurde 1955 aufgelöst und die verbleibenden fünf Kinder mussten den weiten Schulweg nach Bischofsreut auf sich nehmen. Auch das Ausbleiben der Wirkungen des Wirtschaftswunders nach dem Zweiten Weltkrieg – so gab es bis zuletzt keinen elektrischen Strom, keine Druckwasserleitung, mangelhafte Infrastruktur – führte 1963 zum Wegzug der letzten Einwohner und zum Abriss der bis dahin noch bestehenden Gebäude.

Heute stehen nur noch die neu instandgesetzte Kirche, die ehemalige Schule, die früher die höchstgelegene Schule Deutschlands gewesen war, und das ehemalige Forsthaus.

Unbedingt zu empfehlen! Die Lage der damaligen Häuser wird durch ausführliche Hinweistafeln aufgezeigt.

Rund um das Dorf gibt es jede Menge Wanderwege, sodass auch wiederholte Besuche lohnenswert sind.

Und natürlich sollte man auch auf den Haidel, der unweit von Leopoldsreut gelegene 1165 Meter hohe Hausberg mit Aussichtsturm. Dieser bietet eine hervorragende Rundumsicht auf den Bayerischen Wald.

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Im Museumsdorf Tittling waren wir am 18.09.

Tittling bildet das Herz des Dreiburgenlandes und liegt in der Region Donau-Wald zwischen der Dreiflüssestadt Passau (23 km) und dem Nationalpark Bayerischer Wald.

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Die zweite Bergbesteigung schaffte ich am 08.11. auf den Lusen - für mich ein richtiges Abenteuer.

Der Lusen (tschechisch Luzný) ist mit seiner Höhe von 1373 Metern nach dem Großen Arber, Großen Rachel, Kleinen Rachel und Kleinen Arber der fünfthöchste Berg im Bayerischen Wald / Böhmerwald. Er liegt wie auch der Rachel und der Große Falkenstein im Nationalpark Bayerischer Wald dicht an der Grenze zu Tschechien. In der Umgebung liegen die Ortschaften Waldhäuser, Hohenau, Mauth und Finsterau sowie Modrava auf tschechischer Seite; von allen führen Wanderwege zum Gipfel.

Der mit Granit-Felsblöcken vollständig bedeckte Gipfelbereich wurde einer Sage nach vom Teufel über einem Goldschatz aufgetürmt. Tatsächlich ist der Felsgipfel eine geologische Sehenswürdigkeit, die den Lusen unverwechselbar macht. 

Gerade diese Granit-Blöcke waren für mich die Herausforderung.

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Auf dem Rückweg von Düsseldorf nach Bayern machte ich am 16.11. einen Umweg zum Disibodenberg auf den Spuren der Hildegard von Bingen - einen riesige Anlage, die mich sehr beeindruckt hat. In der Nähe des ehemaligen Gartens war eine Meditationsspirale angelegt und ich habe spontan beschlossen, sie barfuß zu durchwandern. Den kühlen Boden mit den Füßen zu spüren, die unheimliche Stille und Einsamkeit haben so gut getan. Und genau in diesem Moment zogen sich die Wolken zurück und Sonnenstrahlen schienen genau auf die Spirale. Das war schon etwas mystisch. 

Das Kloster Disibodenberg ist eine Klosterruine in der Gemarkung der Ortsgemeinde Odernheim am Glan im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie liegt auf dem gleichnamigen Höhenrücken an der Mündung des Glans in die Nahe. Das Ruinengelände liegt innerhalb des Naturschutzgebiets Disibodenberg. 

Ab 1108 ließ die Grafenfamilie von Sponheim (auch ein Ort in der Nähe) eine Frauenklause auf dem Klostergelände errichten, in die im Jahre 1112 deren Tochter, die als Selige verehrte Jutta von Sponheim, als Leiterin u. a. zusammen mit Hildegard, der späteren heiligen von Bingen; sie legte ihre Profess dort in die Hände des hl. Otto, Bischof von Bamberg ab.

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Und dann kam der zweite Lockdown und wir haben unsere Ausflüge wieder eingeschränkt.

Aber ich verspreche Euch, dass es hier weiter geht, sobald wir wieder unterwegs sein dürfen.

Solange sind wir dankbar, dass bisher alle in unserem Umfeld gesund sind.

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