Winterspaziergang

Ein Winterspaziergang im Januar, leichtes Schneegrieseln, glitzernde Flöckchen flirren durch die Luft und der Pulverschnee knirscht unter den Schuhen.

Die Äste der Bäume ächzen unter der Schneelast, die wie üppiger Zuckerguss über die Landschaft gegossen zu sein scheint.

Die Fußspuren vom Vortag sind komplett zugeweht. Aber ich erkenne im frischen Schnee Abdrücke von einem Reh.

Die braune Gestalt vorne am Wegrand sehe ich nur kurz aus den Augenwinkeln - bin mir unsicher, ob ich sie tatsächlich gesehen oder mir das nur eingebildet habe.

Es ist still, fast unheimlich still und die Farben beschränken sich auf das Spektrum weiß, grau, braungrau und dunkelgrau.

Bei jedem Schritt versinke ich bis über den Knöchel im Schnee, rutsche an manchen Stellen seitlich noch tiefer ein. Es ist anstrengend, aber wunderschön!

Hier ein paar Eindrücke der letzten Tage.

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Das war 2020 Teil 2

Nun geht es weiter:

 

So schön Thüringen auch war, wir mussten die Tour leider abbrechen, da sich mein Vater auf den Weg über die Regenbogenbrücke gemacht hat. 

Für mich gab es erst einmal sehr viel zu tun - an Urlaub war nicht mehr zu denken.

Ausgleich fand ich in diesen Wochen bei vielen Spaziergängen und Wanderungen im Bayerischen Wald.

Am 06.09. waren wir in Rabenstein, 

Rabenstein ist ein Ortsteil der Stadt Zwiesel und liegt etwa drei Kilometer nordwestlich am Fuße des Hennenkobels.

In Rabenstein soll der sagenumwobene Waldprophet Mühlhiasl als Viehhirt gelebt haben. Wenn es sich bei Mühlhiasl um eine Konstruktion aus zwei verschiedenen Personen handeln sollte, war er der „Waldprophet“ Stormberger.

In der Nähe von Rabenstein befindet sich der abgegangene Weiler Ableg, den bis Mitte der 1960er Jahre zunächst Glasmacher und Aschenbrenner, später Holzhauer bewohnten.

Inzwischen weist nur noch eine Tafel auf die verschwundenen Häuser hin.

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Am 07. und 08.09. haben wir den großen Falkenstein erneut in Angriff genommen, diesmal über eine andere Route mit Anfahrt zu einem der Wanderparkplätze und Übernachtung oben auf der Hütte. Dieser Weg war deutlich einfacher. Ich war stolz und glücklich über meine erste "Bergbesteigung" - auch wenn es für viele nur eine nette kleine Wanderung ist - für mich war es etwas Besonderes, am Gipfel zu stehen!

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Am 11.09. machten wir uns auf die Suche nach dem verlassenen Dorf Leopoldsreut.

Leopoldsreut oder „Sandhäuser“ ist ein auf 1110 m gelegenes und seit 1963 verlassenes Dorf in der Gemeinde Haidmühle im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau.

Aufgrund des beschwerlichen Lebens, im Winter war der Ort teils Wochen oder Monate vom fünf Kilometer entfernten Bischofsreut abgeschnitten – zogen um 1859 die ersten Familien vom Ort weg.

Ein Volksspruch lautete: „In Sandhaiser hat’s a dreiviertel Joar Winter und a viertel Joar is’s koid“

Dies war der Beginn des langsamen Sterbens des Ortes, der 1889 noch 152 Einwohner zählte. Besitzer und Mieter der Anwesen wechselten von nun an in rascher Folge. Die Schule wurde 1955 aufgelöst und die verbleibenden fünf Kinder mussten den weiten Schulweg nach Bischofsreut auf sich nehmen. Auch das Ausbleiben der Wirkungen des Wirtschaftswunders nach dem Zweiten Weltkrieg – so gab es bis zuletzt keinen elektrischen Strom, keine Druckwasserleitung, mangelhafte Infrastruktur – führte 1963 zum Wegzug der letzten Einwohner und zum Abriss der bis dahin noch bestehenden Gebäude.

Heute stehen nur noch die neu instandgesetzte Kirche, die ehemalige Schule, die früher die höchstgelegene Schule Deutschlands gewesen war, und das ehemalige Forsthaus.

Unbedingt zu empfehlen! Die Lage der damaligen Häuser wird durch ausführliche Hinweistafeln aufgezeigt.

Rund um das Dorf gibt es jede Menge Wanderwege, sodass auch wiederholte Besuche lohnenswert sind.

Und natürlich sollte man auch auf den Haidel, der unweit von Leopoldsreut gelegene 1165 Meter hohe Hausberg mit Aussichtsturm. Dieser bietet eine hervorragende Rundumsicht auf den Bayerischen Wald.

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Im Museumsdorf Tittling waren wir am 18.09.

Tittling bildet das Herz des Dreiburgenlandes und liegt in der Region Donau-Wald zwischen der Dreiflüssestadt Passau (23 km) und dem Nationalpark Bayerischer Wald.

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Die zweite Bergbesteigung schaffte ich am 08.11. auf den Lusen - für mich ein richtiges Abenteuer.

Der Lusen (tschechisch Luzný) ist mit seiner Höhe von 1373 Metern nach dem Großen Arber, Großen Rachel, Kleinen Rachel und Kleinen Arber der fünfthöchste Berg im Bayerischen Wald / Böhmerwald. Er liegt wie auch der Rachel und der Große Falkenstein im Nationalpark Bayerischer Wald dicht an der Grenze zu Tschechien. In der Umgebung liegen die Ortschaften Waldhäuser, Hohenau, Mauth und Finsterau sowie Modrava auf tschechischer Seite; von allen führen Wanderwege zum Gipfel.

Der mit Granit-Felsblöcken vollständig bedeckte Gipfelbereich wurde einer Sage nach vom Teufel über einem Goldschatz aufgetürmt. Tatsächlich ist der Felsgipfel eine geologische Sehenswürdigkeit, die den Lusen unverwechselbar macht. 

Gerade diese Granit-Blöcke waren für mich die Herausforderung.

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Auf dem Rückweg von Düsseldorf nach Bayern machte ich am 16.11. einen Umweg zum Disibodenberg auf den Spuren der Hildegard von Bingen - einen riesige Anlage, die mich sehr beeindruckt hat. In der Nähe des ehemaligen Gartens war eine Meditationsspirale angelegt und ich habe spontan beschlossen, sie barfuß zu durchwandern. Den kühlen Boden mit den Füßen zu spüren, die unheimliche Stille und Einsamkeit haben so gut getan. Und genau in diesem Moment zogen sich die Wolken zurück und Sonnenstrahlen schienen genau auf die Spirale. Das war schon etwas mystisch. 

Das Kloster Disibodenberg ist eine Klosterruine in der Gemarkung der Ortsgemeinde Odernheim am Glan im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie liegt auf dem gleichnamigen Höhenrücken an der Mündung des Glans in die Nahe. Das Ruinengelände liegt innerhalb des Naturschutzgebiets Disibodenberg. 

Ab 1108 ließ die Grafenfamilie von Sponheim (auch ein Ort in der Nähe) eine Frauenklause auf dem Klostergelände errichten, in die im Jahre 1112 deren Tochter, die als Selige verehrte Jutta von Sponheim, als Leiterin u. a. zusammen mit Hildegard, der späteren heiligen von Bingen; sie legte ihre Profess dort in die Hände des hl. Otto, Bischof von Bamberg ab.

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Und dann kam der zweite Lockdown und wir haben unsere Ausflüge wieder eingeschränkt.

Aber ich verspreche Euch, dass es hier weiter geht, sobald wir wieder unterwegs sein dürfen.

Solange sind wir dankbar, dass bisher alle in unserem Umfeld gesund sind.

Das war 2020 Teil 1

War das ein Jahr!

Sicher, Corona hat vieles verändert, aber es gab auch berufliche Herausforderungen, familiäre und organisatorische Aufgaben zu bewältigen, die mich an den Rand der physischen und psychischen Belastbarkeit gebracht haben.

Umso mehr lerne ich die Ruhe im neuen Jahr zu schätzen.

Vieles von dem, was ich für das letzte Jahr geplant hatte, war nicht umzusetzen.

Wird es 2021 anders werden?

Ich hadere immer noch mit dem "nicht reisen dürfen", habe so viele Ideen, wo ich gerne hin möchte.

Dabei hätte ich im letzten Jahr kaum Zeit für größere Reisen gehabt.

Immerhin sind es viele kleine, wunderschöne Ausflüge geworden.

Hier mal der Reihe nach:

- Im Februar wollten wir ins Musical "Tanz der Vampire" in Oberhausen. Wir waren bereits vor Ort, als die Veranstaltung wegen Sturmwarnung abgesagt wurde. Die Ersatzveranstaltung ist dann wegen Corona ausgefallen. Bin mal gespannt, wann die dann stattfinden wird.

22.02.2020 waren wir in Passau.

Lt. Wikipedia ist Passau eine kreisfreie Universitätsstadt im Regierungsbezirk Niederbayern in Ostbayern. Sie liegt an der Grenze zu Österreich sowie am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz und wird deshalb auch „Dreiflüssestadt“ genannt. Mit rund 53.000 Einwohnern ist Passau nach Landshut die zweitgrößte Stadt des Regierungsbezirks.

Es ist immer wieder schön, durch die Straßen der Altstadt zu spazieren. Kleine Cafés laden zum Verweilen, Schaufensterbummel oder in eines der Museen - in Passau gibt es viel zu erkunden und es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

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08.02.2020 besuchten wir Burghausen. Die alte Herzogsstadt Burghausen ist die einwohnerstärkste Stadt im oberbayerischen Landkreis Altötting. Die leistungsfähige kreisangehörige Gemeinde liegt an der Salzach, die hier die Grenze zu Österreich bildet. Auf einem Höhenzug über der Altstadt erstreckt sich die Burg zu Burghausen, die mit 1051 Metern die längste Burganlage der Welt ist. Im späten Mittelalter war Burghausen eine wichtige Nebenresidenz der bayerischen Herrscher, was sich auch dadurch manifestierte, dass die Stadt in der Folge nach der Wiedervereinigung der Teilherzogtümer jahrhundertelang Sitz eines der vier (später fünf) Rentämter Bayerns und somit Verwaltungszentrum war. Dies spiegelt sich auch in der Architektur der Stadt wider. Burghausen gehört heute zur Tourismusregion Inn-Salzach.

Auch Burghausen hat viel zu bieten, Cafés, Museen und vor allem natürlich die überwältigende Burganlage. Jedes Mal, wenn ich dort bin, beeindruckt sie mich auf's Neue.

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01.06.2020 erster Versuch, den Großen Falkenstein zu besteigen. Der Große Falkenstein ist ein 1315 Meter hoher Berg im Bayerischen Wald, in der Nähe von Zwiesel im Falkenstein-Rachel-Gebiet des Nationalparks Bayerischer Wald. Allerdings haben wir den Fehler gemacht und sind gleich von Lindberg aus losgegangen. Dadurch habe ich viel von meiner Kraft für den Hinweg verbraucht. Auf dem Weg zum Wasserfall wurde es zunehmend steiler und ich hatte Bedenken, dass ich den Rückweg nicht mehr schaffe. Mehr habe ich mir einfach nicht zugetraut. So traten wir den Rückweg an. Ich war schon recht enttäuscht, dass ich es nicht zum Gipfel geschafft habe. Aber es stellte sich später heraus, dass das auch eine der schwierigen Routen war. Vielleicht werde ich auf einem anderen Weg mehr Erfolg haben - wir werden sehen....

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Am 07.06.2020 sind wir um den Trinkwasserspeicher bei Frauenau gewandert. Auch eine sehr empfehlenswerte Route. Die Trinkwassertalsperre Frauenau im Bayerischen Wald, auch Trinkwasserspeicher Frauenau genannt, wurde 1983 zur Sicherung der Trinkwasserversorgung weiter Teile Niederbayerns fertiggestellt.

Eine wunderschöne Route durch den Wald, mit wunderschönen Eindrücken.

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Am 12.06.2020 stand der Waldwipfelpfad Maibrunn bei St. Englmar auf dem Programm. Dies ist ein 370 Meter langer Baumwipfelpfad in der Gemeinde Sankt Englmar im Bayerischen Wald. Er bietet eine gute Sicht über die Höhenzüge des Bayerischen Waldes, das Donautal und die Ebenen des Gäubodens. Der Eintritt zum Gelände ist kostenpflichtig.

Der Ausblick weit über die Gipfel des Bayerischen Waldes hinaus ist erhebend. Der Besucher wird auf die Besonderheiten und die Schönheit der Natur aufmerksam gemacht und auch auf die Nachlässigkeiten, die wir tagtäglich begehen, ohne uns der Folgen für die Natur bewusst zu sein.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt und die Kinder können sich auf einem phantasievoll angelegten Spielplatz austoben.

Ein weiteres Highlight ist natürlich das "Haus am Kopf", das mit unserer Wahrnehmung sein Spiel spielt.

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Im Juli 2020 sollte eigentlich unser "großer" Urlaub beginnen - drei Wochen Thüringen waren geplant.

Gestartet sind wir am 03.07.2020 in Saalfeld an der Saale.  Sie ist die Kreisstadt des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt im Südosten des Bundeslandes und liegt in einem etwa 250 km² großen Verdichtungsgebiet mit 75.000 Einwohnern, zu dem auch die Städte Rudolstadt und Bad Blankenburg gehören. Die drei Städte kooperieren im Rahmen des „Städtedreiecks Saalebogen“ miteinander. Saalfeld liegt an der Saale in der Mitte des Saalebogens. Südwestlich der Stadt beginnt das Thüringer Schiefergebirge. Bekannteste Sehenswürdigkeit sind die Feengrotten. Außerdem ist die Stadt ein bedeutender Eisenbahnknoten. 

Das Feenwäldchen, die Feengrotte und das Grotteum sind nicht nur etwas für Kinder, sondern für alle, die in ihren Herzen Kind geblieben sind. Phantasievoll und mit viel Liebe zum Detail hat man einen Park angelegt, in dem sich Elfen, Feen und Trolle zuhause fühlen und auch wir waren sofort in den Bann gezogen.

Es gibt reichlich Parkplätze und auch einige ruhige Stellplätze für Wohnmobile inclusive sanitärer Einrichtung sind am Ende des Parkplatzes eingerichtet worden. Super Preis-Leistungs-Verhältnis.

Außerdem lohn sich auch ein Besuch im Ort Saalfeld mit den sanierten, alten Häusern und dem Marktplatz.

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Am 05.07.2020 ging es weiter zur Burg Greifenstein. Sie ist eine mittelalterliche Burgruine bei Bad Blankenburg im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen. Mit ihren Ausmaßen von rund 25.000 Quadratmetern Fläche ist sie eine der größten deutschen Burgruinen.

In der Burg finden immer wieder Veranstaltungen statt, wie mittelalterliche Burgfeste, Walpurgisnacht, Gottesdienste, Burgadvent und vieles mehr.

Zu empfehlen ist auch die Falknerei mit den 17 verschiedenen Greifvogelarten und den täglichen Flugshows! Hunde sind aus tierschutzrechtlichen Gründen auf dem Gelände der Falknerei leider nicht erlaubt. 

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Auf der Weiterfahrt entdeckten wir die Kunst- und Senfmühle in Kleinhettstedt (Thüringen), ein Gebäudeensemble zwischen Kranichfeld und Stadtilm. Der unerwartete Ausflug hat sich sehr gelohnt. Drei Sorten Senf haben wir für Zuhause mitgenommen.

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 Teil zwei der Erlebnisse folgt in Kürze.

 

 

 

 

03.04.2020

Bei den vielen Spaziergängen in den letzten Wochen und Monaten reifte in mir die Idee über meinen derzeitigen Wohnort zu berichten.

Folgt diesem Link und seht, wie schön Vilsbiburg in Niederbayern ist:

zuhause

Ich sitze wegen Kurzarbeit zuhause - alles ist ruhig, nur die Uhr im Wohnzimmer tickt.
Ungewohnte Stille.
Aber es dauert, bis die Gedanken aufhören zu kreisen.
Zuhause bleiben, (auch wegen Corona) - das ist für viele nicht einfach. Ich bin noch nie so viel spazieren gegangen, wie in den letzten Wochen. Mir fällt besonders die Ruhe überall auf: zwischen zwei vorüber fahrenden Autos minutenlange Stille, intensives Vogelgezwitscher und dazu ein makelloser Himmel ohne Flugzeuge - ein fast paradiesischer Zustand.
Was müsste passieren, um diesen Zustand dauerhaft zu erhalten?
Dieses Innehalten von Wirtschaft, Konsum und Hektik - wie ließe sich das umsetzen?
Muss man Avocados um den halben Erdball fliegen und zu deren Massenproduktion der Bevölkerung die Lebensgrundlage entzogen wird? Anmerkung: "Man braucht 1.000 Liter Wasser für zweieinhalb Avocados."
Müssen wir Wälder im großen Stil roden und damit das klimatische Gleichgewicht zerstören? Anmerkung: "Jedes Jahr werden weltweit rund rund 300.000 Quadratkilometer Wald abgeholzt oder abgebrannt" 
Dürfen Früchte bei uns weniger kosten, als dort, wo sie angebaut werden?
Wenn Menschen für die gleiche Arbeit überall auf der Welt den gleichen Lohn bekämen und die Frachtkosten transportierter Lebensmittel tatsächlich im Preis enthalten wären, hätten wir weniger Auswahl, würden wieder mehr regionale Produkte kaufen.
Wenn Fernreisen deutlich teurer wären, als ein Urlaub an der Ostsee oder im Bayerischen Wald.
Mir ist klar, dass sich vieles in der Wirtschaft ändern müsste. Aber vielleicht ist gerade jetzt die perfekte Gelegenheit dazu?
Ich stelle mir die Erde als eine Art lebendes Wesen vor, ein fein abgestimmter Organismus. Dann sind wir Menschen die Parasiten in diesem System. Ist vielleicht das Virus gar der Impfstoff gegen uns Schädlinge?
Ist die Erde gerade dabei, uns eine letzte Lektion zu erteilen, bevor sie uns endgültig abschüttelt?
Wäre denn ein langfristiges Zusammenleben möglich?
Auch in der Natur gibt es "Schmarotzer". Aber die haben kein Interesse daran, ihren Wirt zu töten! Man schlachtet nicht die Kuh, die man melken will!
 
Also sollte uns allen daran gelegen sein, die Erde aus und von der wir und unsere Kinder und Enkel leben, so gut wie möglich zu erhalten.
 
Was kann ich konkret dazu beitragen?
Ist es verantwortlich, mit einem Fahrzeug nur aus Spaß um die Welt zu fahren, das bis zu 20 l/100 km und mehr verbraucht und auch noch hinten jede Menge Dreck herauspustet?
Auch ich werde umdenken müssen, wie ich meine Lust auf Reisen und Entdeckungen umweltverträglich und verantwortungsbewusst ausleben kann.
Meine durch die täglichen Spaziergänge neu gewonnene Fitness versuche ich zu erhalten, um dann auf Reisen deutlich mehr zu Fuß unterwegs zu sein.
Vermutlich wird dann auch ein e-Bike mein Begleiter für längere Strecken.
Aber der Schwerpunkt wird sein, dass ich auf ein anderes Fahrzeug umsteige und meine Reiseziele nochmal gründlich überarbeite.
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